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Jahreshauptversammlung

Am Freitag den 07.11.2014 findet um 19:30 Uhr die Jahreshauptversammlung der FWG/UWG Gundremmingen im Gasthof Ochsen statt.


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Bericht aus der GZ vom 14.02.2012

Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern

Sitzung in Gundremmingen stand ganz im Zeichen von erneuerbaren Energien. Auch Windkraft Thema

 

Gundremmingen Gleich zweimal beschäftigte sich der Gundremminger Gemeinderat am Dienstag mit alternativen Energiequellen. Die Mitglieder erwärmten sich einstimmig dafür, Dächer einiger öffentlicher Gebäude mit Fotovoltaikanlagen zu bestücken. Der Gemeinderat bezog deutlich Stellung (Abstimmung 8:2) über den Regionalplan für mögliche Standorte für Windkraftanlagen. Das Plenum engagierte sich wie in der Vorwoche fürs Donauried (Standort in der östlichen Flur).

Da Bürgermeister Wolfgang Mayer im Urlaub war, übernahm sein Stellvertreter Alfred Herrmann die Leitung der Sitzung. Den Gemeinderäten wurde im Vorfeld das Gutachten des Büros Kling Consult zugestellt.

Stellungnahme bis zum Wochenende

Alfred Herrmann teilte mit: „Wir müssen bis zum Wochenende verbindlich unsere Stellungnahme abgeben.“ Die Fraktion der Freien und Unabhängigen Wähler kritisierte das formale Versäumnis, stimmte dann jedoch zu. Damit wurde hinfällig, was das Plenum früher gewünscht hatte, nämlich vor einer Abstimmung eine allgemeine Bürgerinformation, Aussprachen mit Dillinger Vertretern (Landrat und Bürgermeister Aislingen) und dazu alternativ eine Terminverlängerung durchzuführen.

Gundremmingen leiste zur Energiewende Beachtliches, so Alfred Herrmann beim Auflisten der neuen Strom sparenden Straßenlampen. Damit erspare man jährlich 26000 Kilowattstunden. Der Sitzungsleiter berichtete von Unterredungen mit den Landräten von Günzburg und Dillingen, die ebenso wie der Aislinger Bürgermeister dem Standort einer Windkraftanlage im Donauried zugestimmt hätten. Er wäre etwa zwei Kilometer von der nächsten Wohnbebauung entfernt.

Damit erübrige sich die Alternative von Windrädern auf dem Gundremminger Hochplateau, sagte Herrmann, unterstützt von den CSU-Fraktionsmitgliedern Bernd Breier, Robert Baur, Friedrich Heidel, Christian Joas und Donat Kränzle. Einwendungen grundsätzlicher Art kamen von den Freien Wählern. Lothar Grimm und Heike Hörsch-Eggenmüller dachten an Offingens Pro zugunsten eines Standortes auf Schnuttenbacher Flur. Beide wollten ein Windrad auf Dürrlauinger Flur nicht ausschließen: „Das steht vielleicht dort, wo wir Gundremminger es nicht haben wollen“, sagte Grimm und wünschte eine eigene klare Aussage zu Windkraftanlagen in der südlichen Gemarkung. Erwin Wecker plädierte für „echte, nicht nur hochgerechnete Windmessungen“ im Donauried.

Zwei Fachleute der Firma Ökohaus referierten lange, wie sich die Gemeinde durch Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern die Stromerzeugung durch Sonnenkraft sichern könnte. Georg Menig dachte an Kindergarten, Feuerwehrhaus, Bauhof, Alte Schule, ehemaliges Lagerhaus und Klärwerk als mögliche Standorte für solche Anlagen. Zusammen könnten die dort montierten Fotovoltaikanlagen im Jahr 28000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Sein Kollege, der Eppishauser Gerhard Steber, zeigte Beispiele aus dem Unterallgäuer und Augsburger Raum und schilderte Rechtsformen einer Betreibergesellschaft. Da die Vergütung in naher Zukunft fällt, empfahl Steber rasche Entscheidungen: „Bis 1. Juli 2012 sollten wir bauen“, sagte der Referent und verwies auch auf die präzisen Vorbereitungen einer Infoveranstaltung für die Bürger. Als alternative Rechtsformen kämen infrage: GbR, Genossenschaft, Gemeindefirma oder eine Vermietung der Dächer.

Für die Anschaffung und Montage der Fotovoltaikanlagen auf allen Dächern müssten etwa 200000 Euro aufgebracht werden, die in etwa 20 Jahren amortisiert seien. Über das Mitteilungsblatt der Gemeinde und eine öffentliche Versammlung soll es weitere Informationen geben.

 

 

Zum Artikel der Günzburger Zeitung (externer Link)

Mehrere Dächer stellt die Gemeinde Gundremmingen für die Stromgewinnung aus Sonnenkraft zur Verfügung, unter anderem am Feuerwehrgerätehaus, Trockenturm und Bauhof.